Ich pflanz  ’nen kostbaren Samen, mit jedem meiner Verse!
Leg mein Innerstes hinein, steck ihn in fruchtbare Erde!
Tränk‘ ihn mit lebendigem Wasser um ihn zu stärken
und hoffe er findet dort genug Nahrung und Wärme!

Zum Keimen und kleine Wurzeln sprengen die Schale!
Er treibt als der Grundstein eines Gartens!
Der Spross atmet Licht, reckt und streckt sich zur Sonne!
Grün erblüht in bunten Farben und auf Frühling folgt Sommer!

Ein ewiger Sommer, die Früchte sind noch klein!
Mit der Zeit, kommt der Herbst und dann Frost und Eis!
Doch das Leben überlebt und der Zyklus geht weiter!
Jedes Jahr, wenn er erwacht, fühlt er sich stärker und reifer!

Er wächst empor, gigantisch, reicht fast bis zu den Stern’n!
Mächtige Kron’n über gewaltigem Wurzelwerk!
Und seine Samen fliegen, jeder ein neuer Vers!
Gedeih gebiert Gedeih und überlebt so jeden Verderb!

 

Und wie der Same zum Stamm, wurd‘ der Knabe zum Mann!
Der Weg, der ihn formte war hart, rau und lang!
Doch da ist er nun, baumhoch und standfest!
Und sieht wie jede seiner Strophen heranwächst!

Wunden verheil‘n! Es bleiben nur Narben!
Was soll‘s? Er denkt nicht mehr an vergangene Tage!
Nein, er pflanzt Samen! ‘Nen ganzen Garten!
Erschafft sich sein Paradies kraft seiner Phantasie!

Und mit jedem Vers trifft er Menschen ins Herz!
Er legt viel hinein, und es kommt so viel zurück!
Schmerzen in seiner Seele, schreit er aus seiner Kehle!
Steine auf seinen Wegen kickt er einfach weg!

Nie wieder humpeln, Wunden schei’n überwunden!
Jetzt soll Licht in sein Leben und er sprüht Funken!
Erhobenen Hauptes zieht er stolz in die Schlacht,
mit aller Liebe, ganzer Macht, voller Tatendrang und Kraft!

 

Gepflanzt zu gedeih’n, gebor’n um zu leben!
Gepflanzt zu gedeih’n, der Sonne entgegen!
Jeder Keim, noch so klein, kann die Erde bewegen!
Die Freude folgt dem Schmerz und die Sonne dem Regen!
Gepflanzt zu gedeih’n, gebor’n um zu leben!


Ey Leute ich weiß, egal was ich sage ihr peilt‘s!
D‘rum setz ich mich hin, schreib Phrasen aufs Weiß!
Ich schreib und ich schreib! Das Weiß vor mir weicht
Ich leg mein Herz in jede Zeile!

Zeit zu seh’n, was du bist, was du hast, was du willst, was du kannst,
von dir, deinem Leben, deinem Schicksal verlangst!
Also ruh meinetwegen!
Doch Träumerei’n allein füll’n keine Mägen!

Was du auch tust, verlier nie dein Vertrau’n!
In jedem Samenkorn schläft ein riesiger Baum!
Naturgewalten und Stürme glätten sich,
durch den Flügelschlag eines Schmetterlings!

Klar dass keine Zeile allein die Welt retten kann!
Doch wenn mein Funken schlägt dann bewirkt er ’nen Flächenbrand!
Luft füllt die Lungen! Blut pocht in den Venen!
Gepflanzt zu gedeih’n! Gebor’n um zu leben