Verderb und Gedeih (Album)

All songs published by Edition Supernatural • EMI Music Publishing Germany
Copyright © 2012 by Zumby Music

1. Tage des Donners

2. Schwarz-Malerei

3. Schwerelos

4. Auf Gedeih und Verderb

5. Historymaker

6. Das Licht der Welt

7. Wahrheit

8. Verdammte Tür

9. Büchse der Pandora

10. Bestie

11. Sterben für dich

12. Gepflanzt zu gedeih’n, gebor’n um zu leben

 

 

Reise, Reise

Reich mir deine Hand, ich führ dich zu verborgenen Stätten,
lass mich rappen und du siehst was Worte entfesseln,
Orte wechseln, ich bleib konstant
und streif durch's Land, so frei wie ein Vogel.
Frei ohne Grenzen, allein in der Fremde,
Wälder, Wiesen, Haine und Strände,
Berge und Täler, so weit wie der Ozean,
der Wind gibt mir Kosenam'n...
Nenn mich Fage oder Robinson auf mei'm Weg Richtung Horizont,
über Eiswüsten, Sanddünen und unter Tropensonn'n.
Ich geb alle Sorgen auf, ernähr mich vom Morgentau,
geh fort und lauf, lauf, lauf, lauf, lauf gradaus!
Ich geh nicht zurück, die Welt dreht sich um mich,
ich bleib erst stehen wenn ich den Rand des Meeres erblick.
Ein Lebemann, die Taschen voll Seemannsgarn, bettelarm,
doch Reich an Erfahrung, so sitz ich am Wegesrand.

Leih mir dein Ohr, wir steigen empor,
so frei wie wir zwei war noch keiner zuvor,
halt inne und folg meiner Stimme,
schon bald bist du frei wie ein Vogel im Himmel!

Leih mir dein Ohr, wir steigen empor,
so frei wie wir zwei war noch keiner zuvor,
halt inne und folg meiner Stimme,
und schon heut Nacht sind wir frei, so wie Vögel im Himmel!

Reich mir deine Hand, ich führ dich über goldene Straßen,
durch Oasen, Tempel, stolze Staaten,
schon deinen Atem, der Weg ist noch weit,
weil das Leben ihn weist, wir gehn ihn zu zweit,
was wesentlich scheint ist dein Lächeln im Mondlicht,
das unendlich Trost gibt.
Wir zwei reisen weg mit leichtem Gepäck,
also "Leinen los!" und rein in die Welt!
Alles fabelhaft, die Welt von der sonnigen Seite,
Wonne und Freude, wahrgewordene Träume
und ist der Weg mal steinig sind wir zwei vereinigt
zu stark für was uns peinigt! "Das kann uns nichts, nichts!"
Von hier nach da ein Lidschlag,
die ganze Welt ist unser Abenteuerspielplatz.
Was ist Grundbesitz gegen endlose Weiten,
grenzüberschreitend fremde Länder bereisen?

Leih mir dein Ohr, wir steigen empor,
so frei wie wir zwei war noch keiner zuvor,
halt inne und folg meiner Stimme,
schon bald bist du frei wie ein Vogel im Himmel!

Leih mir dein Ohr, wir steigen empor,
so frei wie wir zwei war noch keiner zuvor,
halt inne und folg meiner Stimme,
und schon heut Nacht sind wir frei, so wie Vögel im Himmel!

 

 

Samenkorn

Die Rapwelt reicht mir nicht, ich will alle Menschen auf der Erde!
Eure Köpfe, eure Körper, eure Seelen, eure Herzen!
Nationen überschreitend, gen'rationenübergreifend,
aus mein'n Samen werden bald schon Stämme, Frucht und Blüten treiben!

Öffne dein Herz für mich, schau, ich streif deinen Geist
und es fällt ein kleines Samenkorn hinein, das gedeiht!
Steck's in fruchtbaren Boden! Noch bin ich allein,
doch bald werden Million’n mit mir die Sterne bewohnen!

Komm mit nach oben! Steig auf, sei mir ein Freund!
Von hier aus wird die Welt sein, wie du sie erträumst!
Reicht mir Hände, wir erstrahlen zusammen in neuer Größe,
'ne lebende Mauer, ein Bollwerk gegen das Böse!

Vergiß was trennt, wir steh'n zusammen, einig und gleich!
Million'n erfüllt von Feuer und vom heiligen Geist!
Am liebsten würd' ich diesen Vers in Fels schlagen:
Lasst uns das Licht Jesu Christi hinaus in die Welt tragen!

 

Die Welt stirbt, wenn wir beginn'n sie zu verwalten,
ich glaub wir ha'm den Auftrag, die Welt zu gestalten!
Sie zu entfalten, jeden Tag nur ein kleines Stück
hinzugefügt und es ergibt sich ein herrliches Mosaik!

Ich glaube das Reich Gottes liegt nicht in der Ferne,
wenn wir uns anstreng'n holen wir's hier auf die Erde!
Schon heute muss hier keiner mehr hungern oder im Winter frier'n!
Wo gabs das schonmal auf der Welt? Reich Gottes prosperiert!

Und ja, ich kenne die Probleme in der dritten Welt,
ich hab selber dort gelebt, alles scheitert, weil Mittel fehl'n!
Doch kommt, wir lösen das! Welthunger ist schon besiegt,
wenn jeder im Norden jeden Tag nur einen Dollar gibt!

Es liegt in uns'rer Hand, die Erde ist uns Untertan,
wir tragen die Verantwortung, überall, auch in unser'm Land!
Am Liebsten würd' ich diesen Vers in Fels schlagen:
Lasst und das Licht Jesu Christi hinaus in die Welt tragen!

 

 

Grenzen des Verstandes

Ich loder und brenne,
ich bin die Flamme die Herzen beseelt – von Dämonen und Engeln!
Fühlst du mich? Ich glüh auch in deinem Innern,
Früher folgtest du mir! Heute folgen mir deine Kinder!

Ich lasse ihre Augen leuchten, Bilder in ihrem Kopf entstehen!
Bilder, die die Großen nicht mal breit oder besoffen sehen!
Die die Netzhaut nicht benetzen, doch sie versetzen einen in Staunen!
Das Wesentliche sieht man mit dem Herz, nicht mit den Augen!

Doch du bist ausgebrannt, hast gelernt mich zu ignorieren
und zu betäuben, doch im Suff gehörst du dann wieder mir!
Synapsen japsen, du siehst Dinge die nicht da sind,
Das Alter macht aus Phantasie Perversion und Wahnsinn!

Ich könnte alles sein, das Salz in deinem faden Leben!
Doch du machst aus mir Sexspiele und Rachepläne!
Der Traum ist ausgeträumt wenn du nicht mehr schläfst!
doch du raffst nicht, ICH mach deine Realität!

 

Schlaaaf, schlaf weiter mit offenen Augen!
Die Grenzen des Verstandes sind deine!
Schlaaaf, schlaf weiter ohne zu Glauben,
feier dich selbst als Rationalist!

Schlaaf, schlaf den Rausch des Gerechten!
Die Erde ist noch immer eine Scheibe!
Schlaaf, schlaf im engen Bettchen
Durch die Gitterstäbe nicht mal ein verstohlener Blick!

 

Ich knacke und knister
Ich bin die Flamme die Taten hervorbringt - von Pädophilen und Kindern!
Fühlst du mich? Ich bin der Teil in deinem Herzen,
der sagt da muss mehr sein als fressen, kacken, sterben!

Im Samen die Blüte, im Fötus das Leben,
ohne mich ist der Mensch nicht fähig Schönheit zu sehn!
Ich lass Leute zwischen Gut und Böse gratwandern!
Erfand das Rad, den Computer, die Gaskammer!

Ich hab Amerika entdeckt und bereiste das All,
ich geh mit dem Alter, verschwinde im Alltag!
Der göttliche Funke, die Kraft, die erschafft,
Der Unterschied zwischen Tier und Mensch und Phantast!

Der Stoff aus dem die Träume sind, ein leises Geräusch im Wind,
ich erzeuge Selbstmordpanoramen sowie Euphorie!
Ohne mich ist Leben leer, mach das Leben lebenswert!
Sagenhaft, phantastisch, mythisch, wunderbar und legendär!

 

Schlaaaf, schlaf weiter mit offenen Augen!
Die Grenzen des Verstandes sind deine!
Schlaaaf, schlaf weiter ohne zu Glauben,
feier dich selbst als Rationalist!

Schlaaf, schlaf den Rausch des Gerechten!
Die Erde ist noch immer eine Scheibe!
Schlaaf, schlaf im engen Bettchen
Durch die Gitterstäbe nicht mal ein verstohlener Blick!

 

 

Golem

Ich bann das Chaos in ne feste Form und hauch ihm Leben ein,
das Brikett aus Stein regt sich und wird zu Fleisch,
ich umkreis diese Hülle ohne Geist
und kipp geweihtes Wasser über den Leib!
Es schreit nach mehr, von Pein verzerrt
und unter Muskeln aus Ton schlägt ein bleiernes Herz
ohne Antrieb, es verlangt sie:
Verstand, Moral und Spiritus Sancti!

Es wird nicht müde zu wüten!
Ich spuck es an und aus dem Speichel keimen giftgrüne Blüten,
vermehren sich rasend schnell und hüllen es ein,
dringen ein durch die Augenhöhl'n und füllen es aus!
Ich lenke den Parasit und dann quetsche
ich meinen Geist hinein in die Bestie!
Es kämpft noch ein'n Augenblick, gibt dann auf,
liefert sich aus, an seinen Spiritus Rector!

Es gehorcht meinem Will'n, ich befehle ihm Liebe,
zu seinem Herrn und den Rest zu bekriegen!
Ein Ruck geht hindurch, es scheint zu erwachen,
fällt einen Baum und baut sich eine Waffe!
Überschreitet Grenzen und zieht alleine
wider einer Armee von Menschen!
Was folgt ist ein langes Sterben!
Unter sein'n Füßen bleibt nichts, als verbrannte Erde!

Der Golem streift umher, erkundet die Welt,
in sei'm Innern glimmt der Funke des Rebells
und reift schnell heran, begleitet vom Drang
nach Freiheit, er brüllt vor Pein und Verlang'n!
Doch ich sage ein Wort, der Sklave gehorcht!
In ihm steigt die Angst vor Bestrafung empor!
Und er formt aus Ton ein Wesen;
halb so groß wie er und ihm unterlegen!

Er beugt vor mir sein Haupt, kriecht vor mir im Staub,
kanalisiert Emotion'n mit dem Hieb seiner Faust
in den Sand und dann in Rage
schlägt er seinen Sklaven, den Sklaven des Sklaven!
Das Spiel wiederholt sich Stück für Stück,
bis jedes Individuum ein and'res unterdrückt.
Ein ewiger Kreislauf, die Hierarchie des Lebens,
die Hierarchie des Geistes, die Hierarchie im Mensch!

 

 

Erlkönigs Erben

Zwei massige Schatten streifen durch verlassene Gassen
Unter Kapuzen straffen sich schartige Fratzen
Tiefe Höhlen, Löcher ohne Augäpfel,
schleimiger Hauer in Mäulern voll Saugnäpfen

Licht erstickt, Dunkel verdichtet sich,
der Vater mit sein'n Kindern erblickt sie nicht,
sie nähern sich, nähren sich,
von der Lebendigkeit der Kinder und stärken sich,

Vater bemerkt sie nicht, die Kinder wehr'n sich,
plärren und schrei'n mit schmerzverzerrtem Gesicht!
Er ärgert sich, gibt vor er hört sie nicht,
währ'nd das Dunkel Stück für Stück die Kinderherzen frisst!

Er sieht, dass etwas mit ihn'n nicht stimmt,
als das Bewusstsein des Jüngsten in der Tiefe versinkt,
als sich seine Kleine auf die Straße erbricht
und der große Bruder wankt, mit fahlem Gesicht!

Er wirft den Kopf hin und her, sucht die Gefahr,
treibt die Kinder zur Eile an und flucht wie im Wahn,
er trägt sie, ermutigt sie und treibt sie wieder an,
schiebt sie, wiegt sie im Kampf gegen den Fieberkrampf.

Los, schnell! In das Haus wo die Funzel scheint,
raus aus der Dunkelheit! Er führt sie schneller!
Es wird spürbar kälter, ein eisiger Griff,
der das Leben aus dem Leibe seines Kleinsten drückt!

Der Vater merkt, dass sein Sohn sich übel versteift,
endlich ham sie die Eingangstüre erreicht.
Verschlossen! Er trommelt dagegen,
mit donnernden Schlägen, doch niemand öffnet die Tür!

Er spürt wie ihn Panik packt, sie schnürt ihm den Atem ab!
Stille! Das Licht erlischt, es wird um sie rabenschwarz!
Er sieht seine Tochter nicht, hört sie ächzen und stöhn'n,
schickt ein Stoßgebet, doch auch für sie kommt Rettung zu spät!

Er zittert, währ'nd ihm Trän'n über die Wange rinn'n,
da spürt er, dass sein Mädchen leblos zusammensinkt.
Und sein Großer drückt sich leidend an ihn,
er streichelt ihn, wischt ihm den Schweiß von der Stirn.

Es schüttelt ihn, das Dunkel raubt ihm den Verstand,
von Kälte, Angst und Trauer übermannt.
Und auch der letzte wird vom Finstern geholt,
als der Morgen kommt sind alle seine Kinder tot!

 

Es sind sie, der alten Erlkönige Erben,
die Nacht für Nacht das Leben uns'rer Söhne verderben,
das Böse auf Erden verleibt sich täglich Leben ein,
doch redet euch ruhig ewig ein, es wäre nur ein Nebelstreif!

Sie, der alten Erlkönige Erben,
die Nacht für Nacht das Leben uns'rer Söhne verderben,
das Böse auf Erden verleibt sich täglich Leben ein,
doch redet euch ruhig ewig ein, es wäre nur ein Nebelstreif!